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Rückblick: 2-tägiger Erfahrungsaustausch

Zwei intensive Tage voller Fachinput sowie fachlichem und hochschulpolitischem Austausch liegen hinter den Dezernent:innen der Gebäudemanagementabteilungen der Partnerhochschulen. Hier ein kleiner Überblick über die Tagungsthemen und den Ergebnisse:

Tag 1: Energiespar-Contracting, Konfliktpotenziale & Workshops

Herr Dr. Flesch vom Kompetenzzentrum Contracting der dena präsentierte am Beispiel der Hochschule Koblenz, wie ESC-Energiespar-Contracting an Hochschulen kostenreduzierend umgesetzt werden kann. Aktuell in Planung ist ein Förderprogramm „elena“, welches eine ESC-Beratung für Hochschulen in ganz Deutschland ermöglichen soll. Bis dahin gibt es umfangreiche Informationen und Leitfäden auf der Website:

https://www.dena.de/kompetenzzentrum-contracting/material-tools/standardleitfaeden/

© KoBa NRW

Ein Vortrag vom Gebäudedezernent der Hochschule Niederrhein Stephan Goertz zu ESC hinterfragte die Umsetzungsmöglichkeiten an Hochschulen in NRW in der Vermieter-Mieter-Konstellation mit dem BLB NRW kritisch. Aus diesem Austausch hat sich die Idee einer Arbeitsgruppe entwickelt, um gezielte Lösungen für die Zusammenarbeit mit dem BLB NRW zu ESC zu erarbeiten.

Anschließend kamen wir zu den Themen Reinigung und Sicherheit und der Frage, wie sich Leistungen optimieren und Kosten in beiden kostenintensiven Bereichen reduzieren lassen. Hierzu wurden in zwei Workshopgruppen Kernpunkte erarbeitet und die Ergebnisse anschließend im Plenum zusammengeführt. Der erste Tag endete mit einem konstruktiven Austausch, der beim gemeinsamen Abendessen fortgesetzt wurde.

Tag 2: Im offenen Dialog mit dem MKW

Am zweiten Tag stand der Vormittag wie immer der Besuch des MKW an. Dieser brachte Klarheit in vielen Detailfragen rund um die Hochschulbaufinanzierung und die Grundlagen für Planung und Verträge. Unter anderem wurde dabei mitgeteilt, dass das neue Kennwerteverfahren (KWV) voraussichtlich noch zum Monatswechsel April/Mai für die HAW Anwendung per Erlass in Kraft treten wird. Vereinbart wurde, ein auf die Kunst- und Musikhochschulen abgestimmtes KWV in einer kleinen Arbeitsgruppe unter Beteiligung des KoBa zu erarbeiten. Seitens des Ministeriums wurde ferner mitgeteilt, dass für die Investitionsmittel aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur kein Antragsverfahren geplant ist. Die Mittel sollen nach vier Kriterien – KI, Energieeffizienz, Digitalisierung und Exzellenz – an die Hochschulen und Universitäten verteilt werden. Die Investitionsmittel werden sukzessive für vom MKW ausgewählte Projekte den Hochschulen zugeteilt. Dabei wird auf im MKW bekannte Bedarfe für die Entscheidung zurückgegriffen.

© KoBa NRW

Die Neue Masterplanung (NMP) wird gerade an vier Hochschulen und Universitäten erprobt. Wie und wann welche Hochschule als nächstes in die NMP einsteigt, war nicht so einfach zu beantworten. Bekannte Bedarfe, bautechnische Dringlichkeiten, zur Verfügung stehende Mittel aus dem MAB und Kapazitäten beim BLB NRW ein solches Projekt zu begleiten werden für das MKW eine Entscheidungsgrundlage sein. Daher ermunterte das MKW die Teilnehmenden, auch im Hinblick auf Investitionsmittel, immer alle Bedarfe dem zuständigen Regionalreferat im MKW bekannt zu machen.

Durch den intensiven Austausch wurden einige Hebel zu folgenden Themen zur Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und dem MKW in Bewegung gesetzt:

  • Einwirken auf den BLB seiner Verantwortung zur Einhaltung der Klimaschutzgesetze nachzukommen und die Hochschulen zu unterstützen, z.B. ESC für Hochschulen möglich zu machen.
  • Ermöglichen einer Baunebenkostenabrechnungen mit dem BLB für Bauleistungen, die durch die Hochschulen im Bereich Instandhaltung erbracht werden.
  • Abschluss der Arbeitsgruppe „MVE-Mietervertragsergänzung“ und Bereitstellung einheitlicher Vertragsmuster, z. B. für den Bereich Photovoltaik.

Die Offenheit des Ministeriums war ein wichtiges Signal in Richtung der Teilnehmendengruppe. Die Umsetzung der Themen und Abstimmungen werden Arbeit für die Dezernate bedeuten. Wir sind auf die Ergebnisse der Zusammenarbeit gespannt und freuen uns, diese Prozesse als KoBa zu unterstützen.

Zum Abschluss gab es nach einem Ausblick auf die Ziele und diesjährigen Themen des KoBa noch einen praxisnahen Erfahrungsaustausch u. a. zu den Themen Parkraumverwaltung, Absturzsicherung, Betreiberverantwortung für technische Anlagen der Fakultäten und Arbeitskleidung.

Wir hoffen, alle Teilnehmer*innen konnten nützliche Informationen aus den Vorträgen und Gesprächen für sich mitnehmen. Sollten Sie Fragen und/oder Anregungen für uns haben, freuen uns über Ihr Feedback an koba-nrw@th-koeln.de. In Sciebo stehen den Bau- und Gebäudedezernent*innen selbstverständlich in Kürze alle Unterlagen zum Download zur Verfügung.