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Das Projekt „NeLe – Neue Lernwelten“ unterstützt die Entwicklung moderner Lernräume an Hochschulen in NRW. Es zeigt, wie zeitgemäße Raumkonzepte den Campus von morgen gestalten.

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Flächenkennwerte für Selbstlernflächen in NRW

Das HIS-HE Kennwertverfahren (KWV) ist die Grundlage zur Flächenbedarfsermittlung an Hochschulen in NRW. Gemeinsam mit MKW NRW, FM und Vertreter*innen der Hochschulen/KoBa NRW hat die HIS-HE in einem dreijährigen Projekt die bisherigen Kennwerte aus dem Jahr 2012 aktualisiert.

Das MKW hat am 05.06.2026 diese neuen Flächenkennwerte für Hochschulen in NRW bekannt gegeben. Neben Büroflächen, Flächen für Drittmittelprojekte, Labore und fachbezogene Lehre, wurden dabei erstmalig auch eigene Kennwerte für Selbstlernflächen und experimentelle Seminarräume berücksichtigt. Diese zählen nun zu der Nutzerkategorie „Allgemeine Lehre und Lernen“.

Zu den allgemein genutzten Lehrflächen gehören Hörsäle und Seminarräume, die fächerübergreifend nutzbar sind, da sie keine speziellen Anforderungen haben. Hierzugehören Hörsäle mit aufsteigendem Gestühl (einschl. Audimax) ebenso wie kleine Seminarräume. Die Bemessung erfolgt studienplatzbezogen und variiert zwischen 1,1 m² (Architektur) und 1,4 m² (Bauingenieurwesen).

Je nach Lehr- und Forschungsbereich variieren die Kennwerte. Die Ermittlung der Flächen für die allgemeine Lehre und das Lernen erfolgt auf Grundlage der Kapazitätsrechnung. Basis hierfür sind die auf diese Weise bestimmten Studienplätze.

Flächen für das studentische Lernen außerhalb der Veranstaltungen werden ebenfalls im Bereich allgemeine Lehre und Lernen studienplatzbezogen berechnet. Dabei werden neben Flächen für studentisches Lernen in Selbstlernzentren oder anderen Aufenthaltsorten gesonderte Selbstlernflächen in Bibliotheken berechnet. Hier variieren die Kennwerte zwischen 0,25 (Wirtschaftswissenschaften) und 0,39 (Angewandte Naturwissenschaften) für Selbstlernzentren und zwischen 0,07 (z.B. Mathematik) und 0,18 (Ernährungswissenschaften) innerhalb der Bibliothek.

Die Differenzierung der Kennwerte nach Lehr- und Forschungsbereichen wird von der HIS-HE auf das spezifische Lernverhalten der Studierenden zurückgeführt. Wo die Hochschulen im Rahmen der Bestands- oder Neubauten die Selbstlernflächen realisieren, ist Ihnen im Rahmen ihrer Gestaltungsfreiheit überlassen.

Den nachfolgenden Tabellen sind die m² pro Studienplatz für die einzelnen Flächentypen zu entnehmen:

Tabelle 1: Flächen für HAW | © HIS-HE
Tabelle 2: Flächen für Universitäten | © HIS-HE

Die Eingabedaten für das HIS-HE KWV können weitgehend den offiziellen Hochschulstatistiken sowie der Kapazitätsrechnung entnommen werden. Gleichwohl ist das Verfahren insgesamt komplex. KoBa NRW Partnerhochschulen finden nähere Informationen sowie den Leitfaden der HIS-HE, das Rechentool, ergänzende Informationen auf den passwortgeschützten Seiten unter:

Fachthema | Bauen | Flächenmanagement | Flächenbedarfsberechnung

KoBa NRW unterstützt die Partnerhochschulen (HAW und Kunst- und Musikhochschulen in NRW) auf Wunsch bei der Erstellung ihrer Flächenberechnung und Flächenbilanzen und hat hierzu ein KoBa-Tool entwickelt. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie an einem gemeinsamen Projekt zur Errechnung Ihrer Flächenbedarfe und einer Flächenbilanz interessiert sind.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:

Loretta Salvagno und Saskia Röttges

Text: Loretta Salvagno und Saskia Röttges